ARThof 10 am 12. und 13. September 2020

Am 12./13. September 2020 findet – nach 2018 – auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten des Unteren Hardthofs in Gießen die zehnte Auflage des großen Kunst- und Kulturfests Hardthof/ ARThof statt. Ein Jubiläum.

Der Träger dieser Veranstaltung, der Verein Unterer Hardthof, hat die Pflege, Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kultur- und Kunstproduktion als Ziel. Dies wird im Konzept Hardthof/ARThof ideal verwirklicht, indem es im Rahmen eines sommerlichen Open-Air-Festes ein dichtes, anspruchsvolles und alle darstellenden und bildenden Künste umfassendes Programm regionaler und überregionaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert. Zugleich kommt das leibliche Wohl, die Möglichkeit zum Feiern, Gespräch und Tanz mit ebenfalls hochwertigen Angeboten nicht zu kurz.

Der Untere Hardthof bietet mit seinen großzügigen Frei- und Gebäudeflächen, mit gepflasterten Hofanlagen, intimen Innenhöfen, romantischer Ruinenarchitektur, weiträumigen Eiskelleranlagen und der Galerie, mit am Bauhaus orientierter moderner Innenarchitektur wie postmodernem Material- und Stilmix eine Vielfalt von Eingriffsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler.

So beabsichtigen wir das Kultur- und Kunstfest Hardthof/ ARThof 10 auch in diesem Jahr mit attraktiven künstlerischen Beiträgen auszustatten und schreiben daher öffentlich  aus.

Gesucht werden Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern aus allen Feldern der darstellenden und bildenden Künste: Theater, Tanz, Performance, Neue Musik, Jazz, Klassik, Installation, Literatur, Fotografie, Malerei, Video + Film etc.

In den Bereichen darstellende Kunst, Musik und Performance sollten die Beiträge möglichst einen Zeitrahmen von 30 Min. nicht überschreiten, und es sollte die Bereitschaft bestehen, eine Arbeit zeitversetzt zu wiederholen.

Als Gage, bzw. Unkostenerstattung stehen je Arbeit bis zu 500,- € zur Verfügung. Abweichungen davon behalten wir uns im Einzelfall vor. Sollten Arbeiten während des Festes verkauft werden, ist eine Provision von 20% an den Verein Unterer Hardthof zu zahlen.

Die Entscheidung über die Beteiligung von Projekten trifft der Vorstand des Vereins unter Mitwirkung einer/s Kunstsachverständigen. Ausschlaggebend sind – neben der Qualität der eingereichten Arbeit – die Gesamtkonzeption der Veranstaltung sowie die Eignung für die vorhandenen Räumlichkeiten.

Unser Anspruch ist, dass sich die jeweilige Arbeit an aktuellen Kunstdiskursen beteiligt und an ein anspruchsvolles Publikum wendet. Besonders bei Beiträgen aus dem Bereich der darstellenden Künste wünschen wir uns einen experimentellen Zugang.

An Spiel- und Ausstellungsorten stehen auf dem Unteren Hardthof  – wie erwähnt – verschiedene Freiflächen und  Räume zur Verfügung, insbesondere auch mehrere alte große Brauereikeller. Sofern Sie die Gegebenheiten des Unteren Hardthofs kennen, können Sie ihre Arbeit für bestimmte Räume konzipieren. Wir sind gerne bereit, die Besichtigung der Räumlichkeiten nach Terminabsprache zu ermöglichen. Da sich die Arbeiten aber auch in eine Gesamtkonzeption fügen müssen, wünschen wir uns Flexibilität für Veränderungen/Anpassungen.

Wir erwarten als Bewerbung eine aussagekräftige Beschreibung Ihres Vorhabens, ggf. Skizzen, Fotos, Arbeitsproben, Demo-CD oder –DVD (keine Originale!). Bitte legen Sie ebenfalls einen knappen künstlerischen Lebenslauf bei. Auch eine Beschreibung der räumlichen Voraussetzungen und eine Kalkulation der Kosten sollten beiliegen.

Wenn Sie an einer Mitwirkung an diesem Kunst- und Kulturevent Interesse haben, bitten wir darum, die beschriebenen Unterlagen bis zum 30. April 2020 an die Adresse des Veranstalters einzureichen.

ARThof 9 am 8. und 9. September 2018

Am 8. und 9. September öffnete der Untere Hardthof wieder seine Pforten und lud zu seinem sommerlichen Kunst- und Kulturfest Hardthof/ARThof ein. Für die 9. Auflage hatten wir wieder nach offener Ausschreibung ein interessantes und anspruchsvolles Kunst- und Musikprogramm zusammengestellt.

Am Samstagnachmittag, ab 16:00 Uhr, machte als Opening Claudia Jirka mit einem Kinder- und Jugendtheater ein Angebot für die jungen Besucher.

Die Keller der alten Brauerei wurden Schauplatz hochkarätiger Kunstaktionen. Die Installation „windSTILLE“  von Verena Franke, Walerija Beitmann und Caroline Rauscher erschloß sich dem Publikum nur durch aktive Teilnahme; „die bewohner“ von Vanessa Wagner war eine multimediale Gruppenperformance über den Alltag im Haushalt. Die Theaterwissenschaftler Angela Harter und Fabian Passarelli, schon bei den letzten ARThof- Ausgaben mit aufwendigen Installationen vertreten, stellten in ihrer Video-Installation „Die Abkehr vom Eigentümlichen“ auf der Folie des Reichsrätekongresses von 1918 künstlerisch die „Systemfrage“ neu. Werner Cee, international erfolgreicher Klang- und Multimediakünstler und häufiger Gast auf dem Unteren Hardthof zeigte in seiner Installation „sol y sombra“ in betörender Ästhetik Bilder menschlichen Unvermögens gegenüber übermächtigen Naturgewalten. Die Installation von Dieter Hoffmeister „griff das Thema des Lagers und den Aspekt von Ein- und Ausgrenzung auf und transportierte das Thema über Vergangenheit und aus dem Irreal-Surrealistischen heraus in die Gegenwart“.

In der Galerie zeigten Andreas Rück und Rainer Lather großformatige Malerei und Zeichnungen. Die Ausstellung wurde bereits am 24. August eröffnet und endete mit dem Hardthof-Fest. Susanne Krauß und Katja Schöwel verbindet die Arbeit auf kleinem Format und auf Papier, beide erweiterten die Zeichnung zur Installation, Katja Schöwel ergänzende mit filigranen, verletzlichen Objekten.

Auf dem Hofgelände forderte der Theaterwissenschaftler Carlos Franke in seiner Performance „Wohlstand“ das Publikum zur Mitwirkung auf und Norbert Umsonst war mit seiner Leseperformance „Arbeitstitel: Poesie“ zu sehen und zu hören.

Die musikalischen Akzente setzten Georg Wolf und Matthias Schubert mit freien Improvisationen auf Kontrabass und Saxofon; Pornröschen mit ElectroPunk mit deutschen Texten und als abendliches Highlight Captain Overdrive mit Andreas Jamin an der Posaune.

Kulinarisch hat „Gutburgerlich“ verschiedene Burger-Varianten vom Grill angeboten, daneben gab es verschiedene Quiches-Angebote, frisches Hofbrot mit Butter und den Würstchengrill.

Am Sonntag klang Hardthof/ARThof ab 11:00 Uhr mit einer Jazzmatinée und einer Literaturlesung aus und ging in den Tag des offenen Denkmals über. Das Butzbacher Jazz-Duo „The Smart-groove Project“, Ron Faust und Shanaka Perera machten mit funky Jazzgroove gute Laune und Rutger Emm las „schräge Prosa“ aus seinem demnächst erscheinenden Buch „ich bat den einbrecher zu bleiben“. Ebenso war Carlos Franke mit seiner Performance „Wohlstand“ von 11:00 bis 13:00 Uhr präsent. Kaffee, Sekt und andere Getränke, wie das ein oder andere Häppchen und Gebäck begleiten kulinarisch.

Zum Tag des offenen Denkmals gab es ab 14:30 Führungen über den Unteren Hardthof. Das diesjährige Motto, ausgegeben von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz heißt „Entdecken, was uns verbindet“. Der Verein Unterer Hardthof zeigte im 41ten Jahr seines Bestehens mit der 9. Auflage von Hardthof/ARThof, was nach wie vor viele Bewohner des Unteren Hardthof verbindet: das Interesse, als Kulturträger in Gießen sichtbar zu sein, den Kern des ursprünglichen Projekts, den Unteren Hardthof als Ort der Kunst zu bewahren. Die Brauereikeller mit den Kunstinstallationen und die Ausstellungen war noch bis 17:00 Uhr geöffnet.

Musikalisch­-lyrische Kalenderblätter

Konzert

mit Musik und Texten  zum Frühlingsanfang

mit Werken von Händel, Schubert, Schumann,  Debussy, Gershwin u.a.

Nicole Tamburro, Sopran

Detmar Hönle, Flöte

Herbert Gietzen, Klavier

Hartmut Miethe, Rezitation

Sonntag,  4. März 2018, 17 Uhr

FREIraum, Unterer Hardthof 13B, Gießen

Parken an Paul-Zipp-Str. Wegbeschreibung http://freiraum-giessen.de/kontakt

Eintritt: 10 € (ermäßigt: 8 €)